Medizinische Hypnose

Allgemeines

Lot

In Schweden ist die Hälfte aller Zahnärzte in Hypnose ausgebildet, in den USA ist es immerhin jeder Dritte. Bei uns in Deutschland ist Hypnose in der Zahnmedizin bislang noch nicht weit verbreitet. Nur sehr wenige stark engagierte Zahnärztinnen und Zahnärzte bzw. Kieferorthopäden bieten Hypnosetechniken in ihrer Praxis an. Denn nicht nur die Anwendung der Hypnose kostet Zeit und Energie, sondern auch das Erlernen der notwendigen Techniken, die eine fundierte Zusatzqualifikation erforderlich machen.

Im Jahr 2009 hat Dr. Barbara El-Kareh diese umfangreiche Weiterbildung bei der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose e. V. (DGZH) erfolgreich abgeschlossen. Die Fortbildung orientiert sich an modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Damit können wir unseren Patientinnen und Patienten diese sanfte Behandlungsform nun anbieten. Hypnose als Unterstützung der Therapie eignet sich u.a. hervorragend für ängstliche Menschen und Kinder. Sie zeigt jedoch auch als ergänzende Behandlung bei Kiefergelenkserkrankungen gute Erfolge.

Wir möchten Ihnen hier erste Informationen zum Thema medizinische Hypnose geben. Wenn Sie wissen möchten, ob Hypnose auch in Ihrem Fall eine geeignete Begleittherapie ist, sprechen Sie uns bitte an. Wir nehmen uns Zeit für Sie und erläutern Ihnen in Ruhe alles, was Sie wissen möchten.

Von der Außen- zur Innenwahrnehmung

Immer noch gibt es zum Thema Hypnose eine Reihe von Vorurteilen und Ängsten, die häufig aus der Darstellung im Show- und Unterhaltungsbereich resultieren. Mit Zauberei hat die moderne medizinische Hypnose j

edoch nichts gemein. Vielmehr ist sie ein Hineinführen in einen nach innen gerichteten Konzentrationszustand – in die hypnotische Trance. Sie verzichtet bewusst auf angstmachende und Abhängigkeit verursachende Techniken, denn nicht der willenlose, sondern der selbstbestimmte, sichere und angstfreie Patient ist das Ziel. Hypnose führt zu einer Erweiterung der inneren Erlebnisfähigkeit und so zu einem besseren Kontakt mit dem eigenen
Vereinfacht ausgedrückt geht es darum, die Behandlungssituation aus dem Bewusstsein zu drängen. Das erreicht man, indem man die Bilder im Kopf verändert, dem Arztbesuch als quasi ein neues Label verleiht. Dazu bedarf es eines positiven Bildes, auf das der Patient sich konzentrieren kann. Ihm zu helfen, dieses zu finden, ist die Aufgabe des in medizinischer Hypnose geschulten Kieferorthopäden.Unterbewusstsein. Man kann sie daher als Hilfe zur Selbsthilfe definieren.

Hypnosetechniken

Die in der medizinischen Hypnose zur Anwendung kommenden Techniken sind immer auf den Einzelfall bezogen und von diesem gesteuert. Daher ist es möglich, diese Methode bei einem Großteil der Patienten anzuwenden. Bei rund 90 % der Menschen kann Hypnose erfolgreich eingesetzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass sie vom Patienten auch selbst gewollt ist. Bei Menschen, die eine gute Konzentrationsfähigkeit aufweisen, bildhafte Phantasie und Intelligenz besitzen, sind die Erfolgsaussichten besonders hoch. Sie können Hypnose leichter und intensiver erfahren.

 

Wem kann medizinische Hypnose helfen?

Mit Hilfe der Hypnose wird eine kieferorthopädische Behandlung nicht nur bei ängstlichen Patienten sehr viel stressfreier. Auch sehr lebhafte Kinder, denen es schwer fällt, ruhig im Behandlungsstuhl zu sitzen, tolerieren das notwendige Arbeiten an ihren Zähnen viel gelassener und haben sogar Spaß daran.

Mit der zahnärztlichen Hypnose lassen sich in Kombination mit kieferorthopädischen und physiotherapeutischen Behandlungskonzepten zudem Therapieerfolge bei Patienten mit Kiefergelenkerkrankungen (CMD) und sog. Parafunktionen (Knirschen) erzielen. Durch das Erlernen der Entspannungstechniken wird es leichter möglich, Überbelastungen durch Stress auszugleichen und belastende Situationen im Alltag gelassener hinzunehmen. Auf diese Weise wird auch in den nächtlichen Ruhephasen weniger Druck an den Zähnen abgeleitet, was zu einer Entlastung der Muskulatur führt.