Ganzheitliche Aspekte

Fehlbisse bei Kindern und Jugendlichen weisen eine zunehmende Tendenz auf. Etwa zwei von drei Kindern müssen heute kieferorthopädisch behandelt werden. In einigen Fällen sind die Zahnfehlstellungen vererbt. Sehr viel häufiger jedoch spielen ungünstige Angewohnheiten eine Rolle. Dazu gehören beispielsweise eine falsche Atmung (Mund- statt Nasenatmung), eine unkorrekte Zungenlage mit falschem Schluckverhalten, Zähneknirschen, das Lutschen an Daumen bzw. Nuckel oder das Saugen an Wange oder Lippe.

Der Mund ist nicht alles. Aber ohne den Mund ist alles nichts. Er ist ständig mitten im Geschehen – auch dann, wenn das Kind nicht kaut, schluckt oder spricht. Der Mund bekundet Emotionen wie Zorn, Trauer, Angst, Erstaunen oder Freude. Nicht zuletzt hängt auch die körperliche Entwicklung eines Kindes von der Entwicklung des Mundraums ab.

Zahn- und Kieferfehlstellungen können ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein, die weitaus gravierender sind als ein paar schiefe Zähne. In Studien hat sich gezeigt, dass mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren an chronischen Kopfschmerzen leiden, die durch einen Fehlbiss mit verursacht werden. Jedes vierte Kind klagt über zum Teil starke Nackenschmerzen, jedes sechste über Ohrenschmerzen.

Solche Zahlen machen deutlich wie wichtig es ist, bei einer kieferorthopädischen Behandlung nicht nur die Stellung der Zähne im Blick zu haben, sondern auch die Funktion des Kauorgans.

Ganzheitliche Kieferorthopädie wie wir sie verfolgen, beinhaltet daher mehr als das Richten von Zähnen. Unser Anspruch ist es, durch die Behandlung eine Harmonie von Funktion und Ästhetik zu erreichen. Dieses Ziel verfolgen wir bei unseren jungen Patienten ebenso wie im Bereich der Erwachsenen-Kieferorthopädie.